Kubb - "Wikingerkegeln"

Kubb Kubb ist ein Geschicklichkeitsspiel für draußen, das auch taktische Elemente aufweist. Es simuliert in einfacher Weise den Kampf zweier verfeindeter "Heere". Mit den aktuellen Regeln wird es seit ca. 1990 v.a. in den skandinavischen Ländern Schweden und Norwegen gespielt, von wo es auch nach Deutschland kam. Hierzulande wird es auch als Wikingerkegeln bezeichnet (oder als "Wikingerschach", wobei ich glaube, daß dies eine Verwechslung mit dem Brettspiel Hnefatafl ist, das auch so bezeichnet wird. Die Grundidee ist, daß man mit Hölzern die gegnerischen Figuren umwirft, zuletzt den König, der im Zentrum des Spielfeldes steht. Auf der schwedischen Insel Gotland wird jährlich die "offizielle" Kubb-Weltmeisterschaft ausgetragen; auch in Deutschland gibt es neben großen Turnieren [Berlin (German Kubb Masters) / Rostock (Kubb Open)] auch viele kleinere.

Diese und weitere Infos kann man sich z.B. aus der Wikipedia nehmen. Die "offiziellen" Regeln finden sich hier (PDF-Dateien), liegen aber auch jedem gekauften Spiel bei. (Weitere Links: Kubb-Union e.V., European Kubb Association, AirKubb.de, Kubb-Spiel.ch, VikingKubbGame

Hier zwei kurze Video-Anleitungen von Youtube:



Beim Kauf sollte man darauf achten, ein Spiel aus Gummibaumholz zu bekommen. Dies ist recht schwer und ziemlich unverwüstlich. Kubb-Spiele gibt es (z.B. in Kiefer) ab ca. 15€. Für ein Spiel aus Gummibaum zahlt man ca. 30€. Große Auswahl hat der Kubb-Shop zu bieten, z.B. das Bexsport Turnier-Kubb mit König mit roter Krone, das ist das "Original" von Bexsport aus Höganäs aus Schweden. Auf der Packung steht: "The Swedish Kubb Federation - Approved Quality" sowie der Hinweis, es handele sich um Gummibaum aus Plantagenanbau. Viel Auswahl bietet auch die Seite Kubb-Spiel.de. Den in einem Kommentar zu lesenden Hinweis, die Wurfhölzer hätten erhebliche Gewichtsunterschiede, kann ich nicht nachvollziehen. Bei unserem Spiel liegt die Differenz bei ca. 40-50g (für einen "Profi" mag das natürlich viel sein).
Wer selber werkeln will, der findet hier z.B. einen Kubb-Bauplan.

Zur Geschichte des Spiels habe ich nicht viel herausfinden können. Auf der Packung unseres aus Schweden stammenden Spiels stand ganz zuversichtlich, dies sei ein Spiel, das die historischen Wikinger bereits gespielt haben und daß es eventuell auf den kulturellen Austausch zurückzuführen sei. Im "antiken Griechenland" habe man ein ähnliches Spiel gekannt. Auf Kubbaner.de findet man zumindest die Angabe, es werde seit "Jahrhunderten" in Schweden gespielt. Dagegen spricht, daß Föreningen Gutnisk Idrott (gegründet 1912) Kubb nicht in der Liste traditioneller gotländischer Spiele aufführt (Wikipedia). Eine sehr dramatische, aber deswegen wohl nicht wahrere Geschichte findet sich auf Kubb.co.uk, wo es heißt, die Wikinger hätten ursprünglich mit den Schädeln und Oberschenkelknochen ihrer Opfer gespielt <har, har>.
Doch dann findet sich dort noch der Hinweis, Kubb könnte als Beiprodukt des Holzhackens entstanden sein, in dem Sinne, daß man mit den kurzen, abgesägten Enden warf. Viele Theorien, die sich letztlich wohl auf der Ebene von Marketingstrategien vereinigen. Es scheint jedoch - ganz neutral betrachtet - Fakt zu sein, daß es keine dokumentierte Geschichte des Kubb vor ca. 1990 gibt.

Wie bei allen "volkstümlichen" Spielen gibt es etliche Varianten. Wir spielen z.B. folgende: Beim Einwerfen der eigenen, vorher vom Gegner umgeworfenen Kubbs in dessen Spielfeldhälfte kann man versuchen, dort schon liegende zu treffen. Das gilt als Bonus: die beiden, die sich berührt haben, werden übereinander gestellt und können so mit einem Wurfholz umgeschlagen werden.

Kubb habe ich zum ersten Mal in Dänemark gespielt, auf einem schönen Strandgelände am Ebeltoft Vig nähe Århus.

 

Seiteninfo: 1.Autor: Stilkam | 2.Autor: ING | Weitere Autoren: - | Stand: 01.06.2013 | Urheberrecht beachten!