Tischsprüche

Tischsprüche sind kurze Verse, die vor dem Essen von den am Tisch versammelten Menschen gesprochen werden. Meist haben sie Dankescharakter, preisen die Arbeit des Bauern, die Fruchtbarkeit der Erde usw.

Tischsprüche Der Kinderland-Verlag hat ein Buch mit Tischsprüchen herausgebracht. Auf 128 Seiten findet sich folgendes (Werbetext des Verlages): "Tischsprüche sind kurze Verse, die vor dem Essen gesprochen werden und die gemeinsame Mahlzeit eröffnen. Meist haben sie Dankescharakter, loben die Arbeit des Bauern, preisen die Fruchtbarkeit der Erde oder danken der Mutter für die Zubereitung der nahrhaft guten Speise. Auch so manche tiefe Weisheit jenseits großer Poesie liegt in ihnen verborgen. Über 300 Tischsprüche sowie 32 Erntedank-, Bauern und Tischlieder vereinigt dieses nützliche Buch in sich. Altes Brauchtum von hohem erzieherischem Wert lebt hierin wieder auf und soll gerade in der heutigen, von Verfallserscheinungen geprägten Zeit wieder aufgegriffen und mit Freude gepflegt werden – sei es im Jugendbund oder in der Familie. Zahlreiche Bilder, Holz- und Scherenschnitte illustrieren die Tischspruchsammlung geschmackvoll. Auch für die Ausgestaltung von Erntedankfeiern stellt das Buch eine wertvolle Handreichung dar. Als besondere Anlage ist die dekorative Schmuckkarte 'Deutsche Leib- und Magengerichte' beigefügt."
Preis: 13,50€; Kontakt: kinderland-verlag@web.de


Trinkspruch: Ásaheill ok Vana!

"Wir fassen die Hände und schließen den Kreis:
Brot sei uns heilig und heilig die Speis'.
Der Bauer pflügte und eggte das Land,
die Saat ließ er rieseln aus seiner Hand.
Frey schickte Regen und Sonne
und uns allen gedieh es zur Wonne."

"Die Sonne hat gefruchtet im dunklen Erdenland
die Erde hat empfangen die Frucht vom Sonnenland.
Sie gibt die Frucht der Erde, den Menschen selbstlos hin,
und hofft, daß Menschen finden der Erde Ziel und Sinn."

"Wir reichen uns die Hände,
nach guter alter Sitt'
und wünschen uns zum Essen,
einen guten Appetit."

"Bauernhand, die dies erschafft,
ist ein Pfeiler uns'rer Kraft."

"Wir wollen über den Hunger des Leibes, den Hunger der Seele nicht vergessen."

"Es wuchs bei Regen und Sonnenschein
und mit des Bauern Fleiße,
was Mutter uns gerichtet fein
zur nahrhaft guten Speise.
Das gibt uns Kraft, um dankbar nun
und freudig unsere Pflicht zu tun!"

"Laß uns das Mahl verzehren,
des Bauern Arbeit ehren,
des Landes Reichtum mehren,
dem Unheil tapfer wehren.
Erde, die uns dies gebracht
Sonne, die es reif gemacht
liebe Sonne, liebe Erde,
euer nie vergessen werde!"

"Wollt ihr fröhlich essen,
dürft ihr nicht vergessen,
wieviel Sonne, Regen, Wind
vorerst not gewesen sind,
bis euch diese Gaben
nun erlaben.
Dankt drum Sonne, Wind und Regen
für den Segen!"

"Heil den Asen und den Vanen auch.
Vor'm Essen beten, so ist's Brauch.
Für Speis' und auch für Trank,
sagen wir hiermit unsern Dank:
Mahlzeit!"
   [Marcus B.]

 

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Seiteninfo: 1.Autor: Stilkam | 2.Autor: ING | Weitere Autoren: - | Stand: 01.06.2013 | Urheberrecht beachten!